3. Liga: AS Italiana vs SV Slavonija Bern 5:0

12. Mai 2014

Die Italoberner setzten ihre Siegesserie weiter fort!

Fazit aus der Rückrunde: 6 Siege, 18 Punkte, 21 geschossene Tore, 5 Gegentreffer und neun Punkte Abstand auf Verfolger Weissenstein. Das ist wie Musik in meinen Ohren.

Die Equipe von Trainer Matteo Galiffa verbucht gegen den SV Slavoija Bern den sechsten Sieg in Folge und erhöht somit den Vorsprung auf Verfolger Weissenstein auf +9. Schöne Schlagzeile für den Montag! Nachdem die Italoberner sich im Berner Cup für die nächste Runde qualifiziert hatten, deklassierte man am Samstag erbarmungslos einen chancenlosen Gegner. Der Trainer setzte wie immer auf Teamspirit und Laufbereitschaft. Zudem versuchte er einige Kräfte aufzuteilen und fügte somit einige neue Elemente in die Startformation. Dies ein weitere Beweis, dass diese Mannschaft ein enormes Potential besitzt.

AS Italiana wollte gleich ab der ersten Minute ein klares Zeichen setzten. Mit einem hohen Pressing setzte man den Gegner unter Druck. Der impulsive Start wurde gleich belohnt. Goalgetter Pasquale luchste dem gegnerischen Verteidiger intelligent den Ball ab und verwertet mit einem platzierten Schuss. Drei Minuten gespielt und die Heimmannschaft war bereits in Führung. Der frühe Treffer löste wie beim Spiel gegen Bethlehem eine leichte Überheblichkeit aus. Man übergab erneut das Spieldiktat dem Gegner und wartete gemütlich ab. Ohne Spielinitiative, Laufbereitschaft und Teamspirit standen die elf Spieler auf dem Platz. Zum Glück war die Offensivkraft der Gäste zu harmlos, sodass keine gefährlichen Torchancen generiert wurden. Nach tobendem Geschrei aus der Trainerbank bemühten sich die elf Spieler wieder ins Spiel zu finden. Dies erwies sich gegen eine zweikampfstarke Mannschaft als eher schwierig. Dennoch war die einheitliche Defensivarbeit zu bewundern. In der Verteidigung wurden die Räume eng gemacht und sauber gespielt. Offensiv war hingegen eher wenig zu sehen, da Sturmspitze Pasquale oft vom Mittelfeld nicht unterstützt wurde. Kurz vor der Pause drückten die Italoberner noch auf das Gaspedal. Wieder setzte sich Pasquale Cupi in Szene als er dem gleichen Verteidiger den Ball nochmals wegluchste. Alleine vor dem Torwart passte er solidarisch auf den alleinstehenden Tibi. Dieser fackelte nicht lange und schmetterte den Ball ins Tor. Der Neuling verbucht nun schon sein zweites Tor in seinem dritten Spiel. Wenige Minuten später kam auch schon der Halbzeitpfiff.

Trainer Matteo war mit der Leistung nicht zufrieden. Obwohl man mit einer Führung in die Kabinen ging, war dies nur dem harmlosen Gegner zu verdanken. Er verlangte nun mehr Laufbereitschaft und Spielanteile. Ausserdem sollte man mehr als Mannschaft auftreten. Die Equipe lieferte dem Trainer gleich eine Antwort auf dem Feld. Nach Wiederanpfiff scheiterten gleich Emilio und Pasquale nur knapp am Torwart. AS Italiana war da! Der Ball zirkulierte einfach und schnell in den eigenen Reihen und das Mittelfeld riss das Spiel an sich. Der Gegner hatte nur noch das Zusehen. In der 66ten Minute folgte endlich der nächste Treffer. Emilio, welcher sich Matteo’s Worte sehr zu Herzen genommen hat, knüpfte an einer seiner Bestleistungen an. Zuerst eroberte das Kraftpacket einen Ball im Mittelfeld und lancierte gleichzeitig den freigelaufenen Pasquale. Dieser mutierte an diesem Samstag zum Assistgeber und passte zum eingewechselten Alex. Das „schöne Monster“, so genannt aufgrund seiner massiven Körperstruktur und nicht wegen seinem Aussehen, konnte den Ball einfach über die Torlinie schieben. 3:0 und die drei Punkte waren im Sack. Die roten Köpfe und die aufgeschwollenen Adern von Trainer Matteo und AT Mario verschwanden langsam, was als allgemeine Zufriedenheit bekannt ist. AS Italiana setzte jedoch weiter nach und generierte einige Torchancen. Mehrmals scheiterte man an mangelnder Schusstechnik oder am glücklichen Torwart. Kurz vor Schluss drückten die Italoberner wieder aufs Gaspedal. DJ Raso, derjenige der eigentlich für die schnellen Läufe in die Tiefe zuständig ist, lancierte mit eine „Zucker-Querpass alla Pirlo“ das Kraftpacket Emilio. Dieser krönte alleine vor dem Torhüter seine Glanzleistung. Kurz darauf scheiterte „Nashorn-Graber“ sehr knapp mit einem Lop über den Torwart. Zum Schluss setzte nochmals Captain Pasquale die Kirsche auf die Torte. Nach einem langen Einwurf liess er dem Torwart in der Nachspielzeit mit einem satten Querschuss in die längere Ecke keine Chance. Erbarmungslos hiess somit das Endresultat 5:0.

Die Euphorie steigt wie der Gesang in der Kabine nach jedem Sieg. „EEEE se ne va…!“. Erneut hat AS Italiana ihre Übermacht auf dem Platz bewiesen. Die Reaktion in der zweiten Hälft war die eindeutige Bestätigung dafür. Weiter haben wir einen grossen Schritt Richtung Aufstiegsspiele gemacht. Wir stehen in den letzten fünf Spielen mit neun Punkte im Vorsprung. Dennoch dürfen wir den Biss und die Konzentration nicht verlieren, denn immer der nächste Match ist der wichtigste. Zudem möchte ich gerne noch Alex Trajkov herzlich begrüssen und gleichzeitig zum ersten Meisterschaftstor für ASI gratulieren. Wir sind im Endspurt, wir sehen die Ziellinie, lasst sie uns zusammen überqueren. Teamspirit ist unsere Stärke – „mir si aues geili Sieche“! Los holen wir uns diese Meisterschaft! Fino alla fine… Forza ASI!

Alessandro Pizzoferrato

Telegramm

AS Italiana – SV Slavonija Bern 5:0 (3’ & 93’ P. Cupi, 41’ Costea Tiberiu Virgil, 66’ Aleksandar Trajkov, 89’ Emilio Abbatiello

AS Italiana: J. Bascunana; F. Raso, S. Butscher, L. De Giorgi, A. Giacometti; G. Melina (68’ F. Castello); M. Graber, E. Abbatiello , M. Seferaj (55’ A. Trajkov), T. Costea (60’ G. Di Rubba), P. Cupi

Zurück