3. Liga: FC Bethlehem vs AS Italiana 1:1

13. September 2013

Mageres Unentschieden gegen den Tabellenletzten!

Nachdem man den FC Wyler im vergangenen Spieltag deklassiert hatte, wollten die Italoberner ihre Spielphilosophie auch dem Aufsteiger FC Bethlehem diktieren. Bereits vor dem Match war eine ungewöhnliche Nervosität zu spüren. Die Heimmannschaft hatte in den ersten drei Spielen keine Punkte geholt und war somit unberechenbar. Vor einer impulsiven Trotzreaktion warnte Trainer Matteo Galiffa. Er verlangte ein hohes Pressing, Kampfgeist und einen souveränen sowie sicheren Spielaufbau. Das Trainerduo wechselte 4/11 der Startformation, so rutschte, aufgrund der Abwesenheit von Luca De Giorgi (Militär), Velid in die Innenverteidigung, Aussenverteidiger Alessandro Pizzoferrato und im Mittelfeld agierten neu wieder Mili Seferaj und Francesco Raso. Nach rund 90 Minuten trennten sich die Mannschaften mit unzufriedenen Unentschieden.

Die Worte von Trainer Matteo schienen in den ersten Minuten eingeschlagen zu sein. Die Mannschaft agierte frech und unabsehbar. Vermehrt kamen die Gäste zu Torabschlüssen und wiesen den FC Bethlehem in ihre Schranken. Wie vorhersehbar gingen die Italoberner auch früh in Führung. Nach einem schönen Dribbling von Pasquale auf der linken Seite, konnte er den Ball im Sechzehner auf den freigelaufenen Domenico zurücklegen. Dieser liess dem Torwart keine Chance und hämmerte den Ball ins Netz. Geglückter Start. Nach dem Führungstreffer geschah jedoch eigenartiges. AS Italiana zog sich komplett vom Spiel zurück und überliess dem Aufsteiger das Spieldiktat. Laufarbeit, Kampfgeist, Siegeswille – alles wie vom Erdboden verschluckt. So war Defensivarbeit gefragt und die Heimmannschaft wurde immer gefährlicher. Dank einem hervorragenden Javi konnten die Italoberner trotzdem mit einer knappen Führung in die Pause gehen. Es war eine Frechheit was auf dem Platz geboten wurde und jeder Spieler wusste dies. Mit hängenden Köpfen und gebrochenem Moral marschierte man in die Kabinen.

Trainer Matteo wurde laut. Seine Starke stimme war in der ganzen Garderobe zu hören. Er verlangte nun eine Reaktion als Leadermannschaft, denn wenn man so weiterspielte würde man nicht mit drei Punkten vom Platz gehen. Die gewünschte Reaktion blieb jedoch aus. So kam es wie es kommen musste. Nach einem Steilpass durch die Verteidigung stand der Bethlehem-Stürmer alleine vor Javi und versenkte souverän. Verdientes Unentschieden. Der Gegentreffer fungierte jedoch als Weckruf für die Italoberner. Nun standen wieder elf ASI-Krieger auf dem Platz. Neue Kraft pumpte durch die Spieler. Man drückte Bethlehem in ihre eigene Platzhälfte und versuchte es mit allen Mitteln. Doch ein Spieler scheiterte nach dem Anderen an der gegnerischen Abwehr. Mehrer 100%-ige Chancen wurden erarbeitet und nicht finalisiert. Der Ball wollte einfach nicht rein. Dutzende Male steifte das Leder den Pfosten, ging jedoch nicht ins Rechteck. Von der Heimmannschaft war nach dem Treffer nichts mehr zu sehen. Das Offensivspiel der Gäste brachte auch die Zuschauer zum mitfiebern. Trotz der jeglichen Torchancen blieb die Bethlehemer-Abwehr, wenn auch mit etwas Glück, bis zum Schlusspfiff unbezwingbar.

Nach dem Abpfiff blieb den Gästen nur noch das Haare raufen. Zwei verschenkte Punkte. Trainer Matteo hatte es vorhergesagt, doch an diesem Donnerstagabend musste es einfach nicht sein. Allgemeine schlechte Leistung vom vordersten bis zum hintersten. Der Gegenstoss in den letzten 30-Minuten reichte nicht aus. Dennoch war die Reaktion bewundernswert. ASI hat es bewiesen, dass es mit ein bisschen mehr Konzentration und Kampf funktioniert. Nun dürfen wir die Köpfe nicht hängen lassen. Wir haben noch 18 weitere Meisterschaftsspiele und ich bin überzeugt, dass diese Mannschaft noch einiges Erreichen wird!. Weiterhin ein grosses Dankeschön an die unzähligen ASI-Anhänger, die uns Spiel für Spiel unterstützen. Wir werden uns noch mit vielen Siegen revanchieren! Fino alla fine… Forza AS!

Alessandro Pizzoferrato

Telegramm

AS Italiana – FC Bethlehem 1:1 (8’ Domenico Cupi)

AS Italiana: J. Bascunana; E. Abbatiello, D. Spinosi, V. Kurtanovic (75′ M. Graber), A. Pizzoferrato; G. Melina; F. Raso, A. Giacometti (60′ F. Castello), M. Seferaj (70′ A.Marino), D. Cupi; P.Cupi

Karten: Domenico, Velid

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