Berner Cup: FC Weissenstein vs. AS Italiana 0:3

22. September 2014

I padroni siamo noi!

Die Italoberner schenken ihren Tifosi auf dem Weissenstein einen herrlichen Derby-Sieg! Gegen den Erzrivalen FCW erbrachte die Mannschaft von Trainer Galiffa und D’Ambrosio nicht die beste Leistung, dennoch reichte ein Anfang- und Schlussspurt um den Drittligisten aus dem Berner Cup zu schmeissen. Galiffa verwendete wieder das übliche Rotationsprinzip und liess auch diesmal einige Änderungen in der Startformation einfliessen. So stand am vergangenem Samstag nach seinem Urlaub wieder Javi zwischen den Pfosten und in der Verteidigung agierten erneut Irokese Sascha und Schönling De Giorgi. Im Mittelfeld durften wieder Jüngling Castello und Flügelflitzer Angelo ran. Die Anspannung war gross und somit auch die Nervosität. Hier ging es nicht um Punkte sondern um Ehre und Stolz.

AS Italiana startete perfekt in die Partie. Gleich beim ersten Angriff konnte Torgarant Pasquale seine Statistik verbessern. Ein langer Ball von Bruder-Schönling De Giorgi überspielte die Abwehr sodass der frischgebackene Vater mit einem Lop den Torwart stehen liess. Dritte Minute und die „Gäste“ gingen auf dem Heimplatz in Führung. Der FC Weissenstein schien mit dem impulsiven Start deutlich überfordert. Auf der anderen Seite versuchte man diese Unkonzentriertheit auszunutzen. Pasquale war in den ersten Minuten wie ein Dorn in der Verteidigung, konnte jedoch nicht alle Torchancen verwerten. Nach dem impulsiven Start zog sich ASI unverständlich zurück. Es schien so als wären sie bereits mit der knappen Führung zufrieden. Im Gegenzug kam die Heimmannschaft immer mehr auf. Es entwickelte sich zu einer ausgeglichenen Partie. Beide Mannschaften liessen den Ball in den eigenen Reihen laufen. Das Problem war, dass das Spiel nur horizontal verlief. In einfachen Worten: man kam nicht nach vorne! Es gab zu wenig Bewegung und Kampfbereitschaft, wobei beide Mannschaften eine gute Defensivleistung abriefen. Beim FCW versuchte es Stürmer Gora Touré vermehrt ohne Erfolg und in der ASI-Offensive war ab der 15ten Minute nichts mehr zu sehen. Dennoch der Führungstreffer reichte um mit einem Vorsprung in die Kabinen zu gehen.

Trainer Matteo konnte nicht zufrieden sein. Er bemängelte die Laufbereitschaft sowie einzelne Stellungsfehler. Das arrogante überhebliche Getue musste weg! Er verlangte eine deutliche Reaktion in der zweiten Halbzeit. Trotz Ansage erfüllte sich sein Wunsch nicht ganz. Zwar stand Italiana in der Defensive sehr souverän, jedoch wurde nach vorne nicht viel gearbeitet. Das Spielzepter übernahm der FCW, welcher immer mehr ins Spiel fand. Trotz mehr Ballbesitz konnten sie keine konkrete Chancen verzeichnen. Minuten vergingen und die Heimmannschaft schmiss sich nach vorne. Wobei viel Raum für Konter geöffnet wurden. Mehrmals scheiterten nun die offensiven ASI- Akteure am Torhüter Roy Claude. Dennoch war der Spielrhythmus nicht einer zweiten Liga Mannschaft würdig. Langsam und träge schien das ganze Vorhaben. AS Italiana passte sich am Tempo an und versuchte die Partie mit möglichst geringem Aufwand zu überbrücken. Diese Faulheit wurde beinahe bestraft als der Unparteiische einen unklaren Penalty für die Heimmannschaft pfiff. Italianas Glück war, dass Captain Kevin Klossner nur den Pfosten erwischte. Was für eine Mannschaft eine Demütigung war, ist für die andere ein Weckruf. Die Italoberner wollten sich nicht erneut in den letzten Minuten überraschen lassen und legten somit einen Gang zu. Wenige Minuten später wurde Pasquale im Strafraum gefoult. Zynisch und entspannt verwandelte er den Penalty souverän. Der frischgebackene Vater erlosch gleich mit der nächsten Offensivaktion und seiner persönlichen Tripletta auch den letzten Funken Hoffnung in den Augen der Weissensteinler. Ein tödlicher Pass von Bruder-Schönling De Giorgi präsentierte den Torjäger alleine vor dem Torhüter. Dieser umspielte ihn wie Pippo Inzaghi an der WM 2006 und verwandelte zum definitiven 3:0!

Trotz einer schwachen Leistung boxt sich AS Italiana im Berner Cup eine Runde weiter. Erneut mussten die Fans sowie die Spieler bis zur letzten Minute zittern. Es ist wichtig, dass man solche Spiele früher entscheidet, denn ein kleiner Fehler oder ein schneller Pfiff könnte das Spiel in eine andere Richtung lenken. Zwar hatte der FCW mehr Ballbesitz, jedoch hatten die Italoberner deutlich die gefährlicheren Torchancen. Wie bereits gesagt, es ging nicht um Punkte sondern um Ehre und Stolz. Wer hier nun mit der breiteren Brust im Montagstraining auflaufen wird, ist wohl jedem klar. Im Cup ist ASI eine Runde weiter, aber in der Meisterschaft muss nach zwei folgenden Remis ein Sieg hin! Am Samstag steht uns ein weiteres Derby gegen den starken FC Köniz an. Auf geht’s in diese neue Herausforderung. Gladiatori, prendiamoci questi punti! Fino alla fine… Forza ASI!

Alessandro Pizzoferrato

Telegramm

FC Weissenstein – AS Italiana 0:3 (3‘, 85 & 90‘ P. Cupi)

AS Italiana: J. Bascunana; A. Pizzoferrato, S. Jauner, A. De Nuccio, L. De Giorgi; F. Castello (66’ J. Da Costa); A. Marino (23’ M. Graber / 86’ G. Melina), S. De Giuseppe, D. De Giorgi, G. Di Rubba; P. Cupi

Zurück