Liga: AS Italiana vs FC Köniz 1:4

30. September 2014

Die Sensation muss warten!

Die Italoberner kassieren im sechsten Meisterschaftsspiel die erste Heimniederlage. Der klare Favorit FC Köniz dominierte die Partie über 90 Minuten und liess dem Aufsteiger keinerlei Chancen. Obwohl man motiviert und mit breiter Brust in die Partie stieg, konnte man die Niederlage nicht abwenden. Trainer Galiffa änderte einiges an der Formation, um auch die Kräfte richtig einzuteilen. In die Innenverteidigung avancierte erneut der bärtige Butscher, gefolgt vom defensiven bärtigen Mittelfeldspieler Da Costa. Auf dem Aussenflügel verzeichnete Witzbold Ismar die erste Präsenz in der Startformation. Nebst den aufmunternden Worten in der Kabine verlangte Galiffa eine kompakte defensive Teamleistung.

Der Einstieg in die Partie war alles andere als defensiv. Die flinken Könizer spielten die Italoberner mit ihrem schnellen Passspiel regelrecht schwindelig. Gleich nach 7 Minuten verzeichneten die Gäste einen Doppeltreffer. Die Torschützen waren Sandro Mallia und Walther Raphael. Der Erste konnte alleinstehend den Ball im Fünfer hineinköpfeln und der Zweite drückte den Ball nach einer schönen Aktion über die Flügel ins Rechteck. Zehn Minuten und die breite Brust und die grosse Motivation schienen vom Spielplatz gefegt zu sein. AS Italiana verzeichnete wenig Ballbesitz und grosse Schwierigkeiten im Spielaufbau. Die Aufgaben waren nicht richtig aufgeteilt, was auch für Verwirrung sorgte. Die Defensivarbeit war nicht kompakt, was immer wieder zu gefährlichen Aktionen führte. Die Könizer hingegen liefen schön in die freistehenden Zonen und liessen den Gegner hinterherrennen. In der 25 Minute war Albert Saphiu der dritte Torschütze. Vor dem Strafraum konnte er sich problemlos drehen und liess Javi mit seinem präzisen Querschuss keine Chance. Als der Halbzeitpfiff ertönte, schienen alle Gemüter erleichtert.

In der Halbzeit versuchte Galiffa seine Spieler neu zu motivieren. Man müsse gegen einen spielstarken Gegner den Raum eng machen und ihn sofort attackieren. Man könne nur durch Kampf wieder ins Spiel finden. Tatsächlich, Italiana war in der zweiten Halbzeit präsenter. Sei es nun, dass die Gäste zwei Gänge runterschalteten oder die Italoberner organisierter agierten. Die eine oder andere Offensivaktion hatte nun auch der Aufsteiger zu verzeichnen und die Könizer bewiesen, dass auch sie nur Menschen und keine Maschinen sind. Nichts desto trotz waren die Gäste immer eine Spur besser. So auch in der 63 Minute als Albert Saphiu zum zweiten Mal das Netz von Javi durchbohrte. Trotz Rückstand wollte ASI nicht aufgeben. Man „krämpelte“ sich hoch und spielte weiter. Kurz vor Schluss kam auch ein kleiner Trostpreis für den Fleiss. Der eingewechselte Emilio versenkte nach einem Dribbling den Ball ins Könizer Tor. Perfekt ist keine Verteidigung!

Es ist Fakt, dass der FC Köniz zwei Klassen stärker war. Die bittere Wahrheit. Spielerisch wie auch läuferisch überzeugten die Gäste auf der ganzen Linie. Die Equipe von Urdaneta wird sicherlich um den Meisterschaftstitel kämpfen. Wahrscheinlich hätte man mit einer kompakteren Defensivleistung und mehr Aggressivität das eine oder andere Tor verhindern können. Bereits heute bin ich gespannt wie das Rückspiel laufen wird. Für AS Italiana war es eine gute Fussballlektion. Es ist gut sich auch mit besseren Gegner messen zu können. Nun geht es weiter ins nächste Derby voller Elan. Der FC Wabern ist sicherlich auf unserer Wellenlänge. Es ist die Zeit gekommen aus dem Fleiss und Kampf im Training Profit zu schlagen. Wo könnte man besser eine Erfolgsserie starten als beim Nachbarsgegner Wabern! Vergangenen Samstag abhacken aber nicht vergessen, die Köpfe neu orientieren und den Frust in die nächste Partie stecken. Prendiamoci il DERBY! Duri, massicci e inca**ati! Pronti, partenza – VIA. Fino alla fine… Forza ASI!

Alessandro Pizzoferrato

Telegramm

AS Italiana – FC Köniz 1:4 (87’ E. Abbatiello)

AS Italiana: J. Bascunana; A. Pizzoferrato, S, Butscher, A. De Nuccio, L. De Giorgi (52’ D. Spinosi); J. Da Costa (46’ E. Abbatiello); G. Di Rubba, S. De Giuseppe, D. De Giorgi, I. Mucic (70’ D. Cupi); P. Cupi

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