Trainingslager: AS Italiana auf Mallorca

23. März 2016

Treffpunkt Mittwoch, 16. März 2016 10h30, auf dem Weissenstein. So fing alles an. Die ASI-Equipe versammelte sich an ihrer Heimstätte um gemeinsam in ein neues Abenteuer zu starten. Trainer Galiffa hatte sich zuvor einige Ziele gesetzt, darunter das Festigen des Spielsystems, Verbessern der Spielintelligenz sowie auch den Teamgeist erneut erwecken. Fazit aus dieser knapp viertägigen Reise ist: viel Bier, volle Bäuche, schwere Beine, DJ Ismar, viele Kater (nicht Kätzchen) und ein Sieg mit extra süssem Geschmack. Aufgrund der Verschwiegenheitspflicht können wir leider nicht auf Details eingehen, dennoch möchten wir Teil davon mit euch allen teilen.

Tag 1:

Abflug um 15h10 Richtung Palma de Mallorca. Ankunft 17h00. Da sich einige bereits auf den Ballermann freuten, stimmte man sich während der Reise bereits mit Bier darauf ein. Trainer Galiffa befürchtete diese Ablenkung und buchte die Unterkunft an einem speziellen Ort, genannt Cala Millor. Für die Personen, welche die Landkarte der Insel nicht kennen; die kleine und süsse Ortschaft Cala Millor befindet sich mit einer gefühlten zweistündigen Car-Reise weit weg von Palma. Hoffnungen auf schöne spanische Frauen, Bier im Litermaas, Brezel und Würstel sowie Discotheken wurden direkt im Keim erstickt. Nichts desto trotz gab es im Hotel Club Simo ein „all inclusiv“-Angebot, was einige erneut ermunterte. Vor allem die verbreiteten Gerüchte von wartenden Frauenmannschaften liessen die Stimmung wieder auflockern. (grazie Sandro, auch wenn es nur Gerüchte blieben ;-)) Im Hotel angekommen wurden die Zimmer bezogen und das erste Abendessen serviert. Schnell begaben wir uns zur Bar um sowohl vom Alkohol-Angebot zu profitieren als auch den CL-Match Bayern-Juventus zu verfolgen. Aufgrund der guten Lage nach der ersten Halbzeit, war die Stimmung folglich beim Schlusspfiff für alle „Juventini“ ziemlich gereizt. Anti-Juventini liessen es nicht aus auf der offenen Wunde weiter herumzustochern. Alkohol war das richtige Mittel um diese Gefühle zu ertränken. Der folgende Ausflug in die Stadt auf der Suche nach einer offenen Disco war ebenfalls Verlegens, in Cala Millor herrschte totenstille.

Tag 2:

Der erste Kater grüsste bereits früh morgens. Programm, 8h30 Tagwache und 10h00 erstes Training, 15h00 zweites Training. Trotz Müdigkeit war die Stimmung auf das erste Training sehr positiv, auch wenn der Sandplatz auf der Bodenweide besser gewesen wäre. Die schlechten Bedingungen kamen aber unseren „technisch weniger begabten Spieler“ sehr zu gute. (gäu Ängu und Domi!) Abends teilte sich die Mannschaft etwas auf. Einige besuchten einen fragwürdigen Club etwas ausserhalb Cala Millor und andere genossen ihre perfekte Traumwelt.

Tag 3:

Tag drei startete mit dem ersten Bruch einer Verhaltensregel. Zwei Spieler (ohne Namen zu nennen, Angelo und Domi) erschienen verspätet zum Frühstück. Während Assistent und Gerüchteverbreiter Sandro die Sache etwas ruhiger ansah, fing Trainer Galiffa bereits an zu brodeln. (Anzeichen dafür sind: errötetes Gesicht sowie die Halsvene kurz vor dem Platzen) Für die Mannschaft war der Vorfall positiv, denn die beiden Routiniers mussten den ganzen Tag alle „Ämtli“ erledigen.

Nachmittags fand ein Kräftemessen mit dem zweitligisten FC Einsiedeln statt. Es war von Anfang an eine sehr gefühlte Partie, da es um Ehre und Stolz ging. Ausserdem wollte keiner als „Looser“ für die restlichen Tage abgestempelt werden. Spielerisch war es kein schöner Match, erschwert durch den unebenen Platz. AS Italiana zeigt schlussendlich mehr Kampf- sowie Teamspirit und entschied die Partie mit 1:0 für sich. Ausgeprägt war die Winnermentalität. Zusammen erarbeiteten wir uns mit viel Fleiss und Arbeit einen verdienten Sieg, ein kollektiver Sieg. Ausgerechnet Angelo schoss das Siegestor, klare Entschuldigung an Trainer Matteo. Dabei muss man natürlich erneut betonen, dass ihm der Platz sehr gelegen kam.

Abends reservierte man im Restaurante Bonanza, wo die Sieger auch dementsprechend gesättigt wurden. Nach dem Essen waren die Italoberner auf der Suche nach eine Discothek, da schliesslich das Wochenende angebrochen war. Prompt erkannten wir von weitem den ersten und wohl einzigen Promoter auf der Strasse. Matse ist sein Name. Die Hoffnung auf einen Tanzabend war sehr gross. Die Disco La Havana ist die berühmteste in ganz Cala Millor und Matse versprach eine „Pumpe volle“ Bude. Kaum im Club spurtete Marc Rhinozeros Graber los um sich einen Platz auf der leeren Tanzfläche zu erobern. Warum soll dies erwähnenswert sein?! Naja, Marc trainierte diese Tage aufgrund einer Oberschenkelzerrung nicht mit. Aber auf der Tanzfläche vertrat er John Travolta (Saturday Night Fever) und Patrick Swayze (Dirty Dancing) auf höchstem Niveau!

Bekanntlich fangen die Tanznächte in Spanien spät an und erreichen den Höhepunkt um 6 Uhr morgens. Alle unsere Wünsche platzten jedoch, als der Zeiger auf vier Uhr zeigte und sich im Club nur die Gegner vom FC Einsiedeln, sowie die mitangereisten Berner vom FC Jegensdorf und FC Konolfingen befanden. Ismar benamste die Verkaufsmethodik von Matse als optische Täuschung.

Tag 4:

Die Folgen des Alkoholkonsums liessen sich an diesem Morgen beträchtlich spüren. Das Training fand auch entsprechend statt. Matteo und Sandro hielten es für richtig die Beine zu lockern und die Muskeln zu reaktivieren. Mit lockeren Übungen und Dehnen versuchte man den Kater vom Vorabend zu verdrängen. Wahrscheinlich war es zu locker, denn Rocco Cerullo alias FaceTimeRocco schlief während einer Bodenübung tatsächlich wieder ein. Neben ihm Routinier Giusi, der mehr auf dem Platz herumrollte als lief, aufgrund seines Bierbauch’s auch ziemlich praktisch. Nach dem Auslauftraining genossen die Italoberner bei schönem Wetter den freien Nachmittag.

Abends hatte AT De Giuseppe einen Car gemietet um das Nachtleben von Palma zu besuchen. Meine Damen und Herren AS Italiana endlich zurück in der Zivilisation! Palma florierte, Bars und Clubs waren wie Matse sagen würde: „PUMPE VOLL!“. Der Rest des Abends unterliegt leider dem Datenschutzgesetz. Eines soll aber gesagt sein: „giele i segenächs, mäh het nüm gwüsst wo härä luege, eini schöner aus di angeri!“

Tag 5:

Der Wecker wurde an diesem Tag etwas später gestellt. Um 11 Uhr mussten die Zimmer frei sein. Im ganzen Team herrschte eine Trauerstimmung. Gemeinsam besprachen wir die Eroberungen von vergangener Nacht und schwebten in unseren schönsten Erinnerungen. Es war eine geile Zeit!

Teamspirit, dies war das oberste Ziel dieses Ausfluges. Der Rest war Nebensache. Mit grossem Stolz kann ich mitteilen, dass die ASI-Jungs noch weiter zusammengerückt sind. Man lernte den Mitspieler neben dem Platz kennen und andere krochen langsam immer mehr aus der Muschel heraus. @Leo: finalmente abbiamo sentito il tuo dialetto romano, era ora c****! J AS Italiana kehrt gestärkt zurück um gemeinsam höhere Ziele zu erreichen. Eine Einheit kann das Unmögliche möglich machen. Una famiglia grande pronta a comabattere. Siamo pronti! Noi siamo l’AS Italiana…

Zuletzt möchten wir uns natürlich beim Vorstand, Verein und Sponsoren bedanken. Ohne eure aktive Beteiligung wäre dies sicherlich nicht möglich gewesen. Wir setzen alles daran, um unsere Wertschätzung auf dem Platz zu zeigen. Ein Hoch auf eine erfolgreiche und spannende Rückrunde! Forza ASI, fino alla fine!

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